Stillen tut weh — Ursachen & was du tun kannst
Stillen soll eine schöne, verbindende Erfahrung sein. Aber was, wenn es wehtut? Wenn du die Zähne zusammenbeißt beim Anlegen, wunde Brustwarzen hast oder jedes Mal Angst vor dem nächsten Trinken deines Babys?
Eines vorweg:
Schmerzen beim Stillen sind nicht normal — und du musst sie nicht einfach aushalten.
Warum tut Stillen weh?
Die häufigsten Ursachen, kurz zusammengefasst, sind:
Falsches
Anlegen
Das ist der häufigste Grund. Wenn
dein Baby die Brustwarze nicht tief genug im Mund hat, entsteht
Druck an der falschen Stelle. Das schmerzt — und kann schnell
zu wunden Brustwarzen führen.
Zungenbändchen
Manche Babys haben orale
Restriktionen, die ihre Zungen-, bzw. Lippenbewegung
einschränken. Das macht effektives Trinken schwierig und kann
Schmerzen verursachen.
Milchstau oder
Brustentzündung
Wenn Milch nicht gut abfließt
bzw. nicht effektiv abgetrunken wird, entstehen harte,
schmerzhafte Stellen in der Brust. Wird das nicht behandelt,
kann daraus eine Brustentzündung werden.
Soor
Eine Pilzinfektion, die sich
unter anderem durch stechende, brennende Schmerzen und eine
optische Veränderung der Brust äußert.
Und es gibt noch ein paar mehr Ursachen, das würde hier aber zu weit führen.
Was kannst du jetzt tun?
Schau dir zunächst die Anlegeposition an. Dein Baby sollte mit dem ganzen Körper zu dir gedreht sein, den Mund weit geöffnet haben und nicht nur die Brustwarze, sondern einen guten Teil des Warzenhofs im Mund haben. Wenn du wunde Mamillen hast, ist es sehr wichtig diese Wunden adäquat zu versorgen. Als erste Entlastung kann der Wiener Brust Donut sehr hilfreich sein, er schützt deine Mamillen vor Druck und Reibung und stellt ein optimales Wundmilieu her. Eine Anleitung dazu findest du in meinem Instagram-profil.
Hilft das nicht, ist professionelle Unterstützung sinnvoll — je früher, desto besser.
Denn Schmerzen führen oft dazu, dass Mütter seltener anlegen, was weitere Probleme wie Milchstau begünstigt. Zudem stehen Schmerzen beim Stillen im Zusammenhang mit dem Entstehen von Wochenbettdepressionen. Das gilt es dringend zu verhindern.
Du musst die Ursache für deine Schmerzen nicht alleine herausfinden.
In einer Stillberatung schauen wir uns gemeinsam an, was bei euch passiert — und finden einen Weg, der Stillen wieder angenehm macht.

